Diese Sache mit der Cis/Trans-Binary

In letzter Zeit ist es mir häufiger vorgekommen, dass Menschen von einer „Cis/Trans-Binary“ geredet haben. Sei es in den Texten die unter meinem letzten Post verlinkt wurden. Sei es im Offline-Leben. Ich versuche grade, eine Position dazu zu finden oder zumindest die Begriffe für mich soweit zu sortieren, dass ich darüber reden kann, ohne großen Quatsch zu erzählen.

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht so richtig, wie es zu der Annahme kommt, dass es so etwas wie diese Binary gibt.
Sicher gibt es Menschen, deren Erfahrungen Körper und Identität in dieser Gesellschaft zu navigieren sich gut zusammenfassen lassen mit dem Trans* Label.
Und es gibt Menschen deren Erfahrungen damit sich gut zusammenfassen lassen mit dem Cis* Label.

Und dann ist es sicher sinnvoll davon auszugehen, dass es Raum geben sollte für Menschen mit spezifischen Erfahrungen, und durch solche Label versuchen zu klären für wen dieser Raum gedacht ist. Aber es wird immer Menschen geben, die sich an den Ecken und Bruchkanten des Spektrums befinden und die sich nicht auf diese Weise sortieren lassen können. Jede Binarität ist eine Vereinfachung dessen was existiert. Es kann nur von Vorteil sein, das auf dem Schirm zu haben – meiner Meinung nach.

Im gesamtgesellschaftlichen Kontext hat Cis* grade so einen Bekanntheitsgrad wie früher Heterosexualität. Es gibt ein vielzitiertes Beispiel in meinem Bekanntenkreis für die Blindheit derer die sich in der Norm befinden dafür, dass sie auch eine Verortung haben (und nicht nur die anderen).

Steht jemand auf dem Marktplatz und macht Interviews mit Passant_innen.
Interviewer: „Sind Sie heterosexuell?“
Passant: „Nein!!!! Ich bin normal, und meine Frau ist auch normal!!!!“

Genauso ist es mir schon oft über den Weg gelaufen, dass grade weiße Männer*, die von Geburt an als Männer* gelesen wurden und mit entsprechenden Privilegien gelinde gesagt nicht vorsichtig umgehen, sich dieses Labels sehr verwehren. Gerne auch mit dem Argument: Warum soll ich in einer Schublade sein? (Subtext: Es genügt ja, wenn die geanderten in Schubladen sind.) Ist es übergriffig oder aufklärend, ihnen zu verdeutlichen, dass sie eine bestimmte Verortung haben und nicht neutral sind?

Das Cis*-Label ist aber für viele auch problematisch, weil sie da falsch hereingeordnet werden gegen ihren Willen. Nadine Lantzsch schrieb über den „queer gaze“ und wie Menschen danach geordnet werden ob sie „queer genug“ erscheinen. Frl. Urban schrieb über den Schmerz der häufigen Misgenderung und die Schwierigkeit, sich mit den vielen verletzenden Situationen auseinander zu setzen, die dabei entstehen.

Ich finde dass die Bruchkanten eines Begriffs oft viel darüber aussagen, was diesen Begriff konstituiert. Dass das Cis* Label erstmal allen übergestülpt wird, die nicht als jenseits davon verortet erkennbar sind, ist ebenso problematisch wie symptomatisch.

Bei mir ist das ähnlich. Meistens werde ich als Frau gelesen und somit verkannt.
Das ist frustrierend.
Noch frustrierender aber ist das Wissen darum, dass es nicht stressfrei wäre, auch nur annähernd richtig gelesen zu werden.
Manchmal passiert es mir, dass ich aus dem Haus gehe und mich sehr eins mit mir fühle. Tagsüber passiert es dann häufiger, dass Kinder mich fragen (oder ich mitkriege wie Kinder ihre Eltern fragen) „was“ ich nun eigentlich bin. Abends und nachts, wenn enthemmtere Erwachsene unterwegs sind, werde ich des häufigeren von wildfremden Menschen auf der Straße angesprochen, ob ich nun nen Mann oder ne Frau bin. Mehr oder weniger aggressiv und bedrohlich, aber immer mit einem Entitlement, das mit völlig schleierhaft ist. Ehrlich, ich käme nie auf die Idee, eine Person die grade ein Bier von mir kaufen will oder die einfach auf dem Gehsteig an mir vorbeigeht, das zu fragen.

(Gleichzeitig kann ich mich nicht davon freisprechen, innerlich solche Gedankenprozesse zu durchlaufen. Nur dass ich Irritation in der Regel gut und nicht störend finde.)

Wenn ich als Frau* gelesen werde, kann ich mich oft stressfreier bewegen, was für mich keine unwesentliche Entlastung ist. Ich bin in einer dorfigen Kleinstadt aufgewachsen, in der ich sowas wie der allgemein bekannte Freak war. Eine billige Möglichkeit seinen Stress abzureagieren, sich als Arschloch oder wahlweise als Gut_e Christ_in auszuprobieren, oder was auch immer. Seit ich dort weggezogen bin, ist es nicht mehr Alltag, dass ich beschimpft werde, wenn ich auf die Straße gehe. Manchmal wenn es mir sehr scheiße geht, ist es regelrechter Balsam für meine Seele, durch die abendliche Stadt zu gehen und dort in Ruhe gelassen zu werden. Es ist schon bitter, dass die wenigen Momente, in denen ich so repräsentiere wie ich gerne möchte, nämlich als „wedernoch“ (die einzige Position die zu lesen ich den meisten Passant_innen wohl zutrauen kann), durch die Reaktionen mancher Leute darauf mit solch schmerzhaften Erinnerungen verquickt werden.

Ein bisschen erinnert mich die Problematik an einen Witz, der zum bi visibility day im Umlauf war. Lange ging es mir so, dass ich mich in queeren Räumen auf eine unbestimmte Weise sichtbarer gefühlt habe. Das war/ist aber auch nicht immer nur angenehm.

Die rechtliche Situation und Möglichkeiten zu Transistionieren sind noch eine recht unüberschaubare Angelegenheit für mich. Ich denke mal dass sie nicht zu meinem Vorteil sind, da es schon Transmänner und -frauen schwer genug haben. Aber irgendwie fühle ich mich, alles zusammen genommen, im Verhältnis auch nicht mega unterdrückt. Ich finde es schwierig, alleine anhand von binären Kategorien, sei es nun Mann*/Frau* oder Tans*/Cis* Privilegien zu diskutieren. Meiner Meinung nach passiert es immer, dass Erfahrungen von bestimmten Menschen dabei unter den Tisch fallen oder sogar absichtsvoll unter den Teppich gekehrt werden. Ich habe jetzt viele Geschichten, die mir dazu einfallen, nicht erzählt, weil sie nicht meine sind und ich sie nicht vereinnahmen will. Ich halte auch nicht so viel davon zu versuchen, für ALLE zu sprechen, weil das auch wieder eine Anmaßung wäre.

Also: Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ultimatives ZuendeGedachtsein. Im Gegenteil.
Viele Fragen sind bei mir offen. Ich dürste nach Austausch mit anderen Menschen. Wenn euch etwas von dem was ich schrieb zweifelhaft oder streitbar erscheint, dann freue ich mich, wenn ihr mir einen entsprechenden Kommentar da lasst. Damit ich weiter denken kann.

Offene Fragen für mich wären zum Beispiel:
Wann ist es sinnvoll und wann absolut hinderlich, auf die Begriffe cis* und trans* zurückzugreifen?
Wie kann sichtbar gemacht werden, dass es dazwischen keine bruchfreien Übergänge gibt?
Was will ich von anderen erwarten, was will ich mir erkämpfen?
Wie kann ich falsche Sicherheiten sichtbar machen/erinnern?
In welchen Räumen fühle ich mich (noch) zugehörig/willkommen, in welchen nicht (mehr)?
Wie ist das bei euch?

Ausnahme: Ich möchte hier nicht lesen dass ich in Wirklichkeit doch eine Frau sei, dass ich nur DIE REALITÄT™ aktzeptieren müsse, und so weiter. Darauf habe ich hier keinen Bock mehr, das begegnet mir schon oft genug in Situationen, in denen ich nicht die Wahl habe. Kommentare die mit mir oder mit anderen in dieser Weise übergriffig umgehen, werde ich nicht mehr freischalten. Ansonsten freue ich mich auch über Kontroversen.


6 Antworten auf „Diese Sache mit der Cis/Trans-Binary“


  1. 1 Natanji 16. November 2014 um 22:21 Uhr

    Ich denke, es gibt grundsätzlich zwei Ebenen, auf denen diese Begrifflichkeiten genutzt werden.

    Die erste ist die Ebene der persönlichen Identität. Auf der Ebene geben wir die Definitionsmacht über die eigenen Label vollständig der davon betroffenen Person. Ich kann selbst definieren, ob ich trans* bin oder nicht, und andere dürfen mir dies nicht absprechen. Das ist sehr wichtig und dies ist auch in der queeren Community sehr akzeptiert.
    Schwieriger wird es aber, wenn es nun um die Frage geht, ob Menschen das Label „cis“ für sich verwenden müssen, wenn sie sich nicht als trans* definieren. Es ist doch reichlich fragwürdig, dass manche Menschen ihre eigene Identität definieren dürfen, sie benennen dürfen wie sie selbst wollen – andere dagegen nicht. Insbesondere dem von dir angesprochenen Spektrum trägt es überhaupt nicht Rechnung; es erzwingt das cis-trans-binary. Es sorgt für Unsichtbarkeit, auch von Leuten, die vlt. absolut nicht cis sind, aber sich dennoch nicht als trans* bezeichnen wollen (z.B. genderfluide Personen).

    Die andere Ebene ist dann aber diejenige, wo wir uns systematische Diskriminierung und oppression anschauen. Hier kann ich mir anschauen, ob jemand z.B. male privilege hat oder nicht, und das ist etwas, was ich *auch* von außen beurteilen und gewissermaßen jemand anderem „überstülpen“ kann. Ebenso kann ich vielleicht feststellen, ob jemand cis privilege hat oder nicht. So etwas ist noch nicht einmal direkte Kritik an Leuten (es ist ja in keinerlei Form verwerflich, irgendwelche Privilegien zu haben!), sondern es ist eine Sichtbarmachung und gegenseitig education über die in der Gesellschaft wirkenden Machtverhältnisse.

    Weswegen ich das auch (fast) niemand anderen als „Beleidigung“ an den Kopf knalle, sondern stets als „ja, ich wundere mich nicht, dass du es nicht verstehst was ich gerade sage, denn du hast $oppression ja nie erfahren“.

    Da die gleichen Begriffe für diese beiden doch verschiedenen Perspektiven genutzt werden, kommt hier viel Verwirrung auf und vlt. sollten wir versuchen, dabei exakter zu sein.

    Randnotiz noch: Dass ich als genderfluide Person (AMAB) es einfacher habe, wenn ich mich in meiner zugewiesenen Rolle bewege (so wie du als Frau) und dann eben cis-Privilegien nutze, ist denke ich eine akkurate Beschreibung. Das macht uns damit nicht cis-identitär oder in dem Moment mehr cis als sonst. Eine bisexuelle Person ist auch immer noch genauso bisexuell, wenn sie hetero privilege gerade nutzt. An der Identität ändert es nichts, und überhaupt sowas wie eine „Wahl“ zu haben macht es allgemein nicht leichter, heißt nicht dass du weniger oppression erfährst (nur eine andere). Denn dann sprechen wir über Unsichtbarkeit und der omnipräsenten Diskriminierung von auf irgendwelchen Achsen (jetzt nicht nur gender und sex, sondern auch Orientierung usw.) nichtbinären Menschen.

  2. 2 bluespunk 17. November 2014 um 12:54 Uhr

    Uuuh, großer Wunsch zu sagen: Neenee ich bewege mich unter keinen Umständen als Frau*, auch wenn ich als solche gelesen werde!

    Irgendwie hab ich sie scheinbar sehr satt die Unsichtbarkeit, und du bekommst es jetzt ab, wegen einer kleinen Formulierung. Sorry. Ich weiß ja was du meinst.

    Aber danke für deinen Beitrag, und fürs Helfen beim auseinander klamüsern. Vor allem auch für den Teil über Privilegien im Gegensatz zu Identitäten.

    Zur Randnotiz: Ich finde es so zwiespältig. Auf der einen Seite die schon erwähnte manchmal auch schutzgebende Unsichtbarkeit.
    Was bei dem scheinbar „rollenkonformen“ aber verloren geht ist finde ich das Spiel. Ich zieh auch gerne mal nen Rock an und fühle mich dann sehr verkleidet. Aber: Yeah! Verkleidung! Nagellack! Glitzer!!
    Nur leider erkennt außer mir und vielleicht ein paar nahen Personen die Verkleidung niemand als solche. Und wenn ich das dann kommentiere (oder eher Kommentare kommentiere) ist das manchmal sehr awkward. Stichwort Abwertung von weiblich konnotiertem Verhalten.

    (Ich denke grade dass ich viel Mist, den ich als Trans*person abbekomme, auch deswegen noch gar nicht merke, weil ich in meiner Auseinandersetzung noch an einem Punkt bin oder noch nicht lange über einen Punkt hinaus bin, wo ich mich selber mehr bremse als die Gesamtsituation es tut.
    Weil ich lange Körper einfach als „is halt eh unangenehm, muss ich halt hinnehmen, besser nicht zu viel damit aueinandersetzen“ wahrgenommen habe und sich das grade ändert, was gut ist aber auch sehr schwierig und holperig. Also haben sich die Reibungspunkte auf seltene Situationen reduziert, die ich selbst nicht richtig einordnen konnte, weil ich damit überfordert war. Mal ne Stunde damit überfordert sein einen simplen Fragebogen auszufüllen, weil er eine m/w-Verortung erfordert, kann man schon mal machen und hinterher wieder vergessen. Vor allem wenn grad noch anderes im Argen liegt. Ist aber was anderes als die Auseinandersetzung in den Alltag zu holen.)

  3. 3 lo visdh 22. November 2014 um 19:47 Uhr

    für mich ist das eine typische strategie: sich selbst in einer diskussion, in der es nicht primär um die privilegierte person geht, zur hauptperson stilisieren, um die eigene dominanz zu bbehaupten und zu wiederholen. zum beispiel, um sich keine kritik bieten lassen zu müssen.

    trans* als ein binäres konstrukt zu behaupten zeugt davon, dass nicht ein gedanke daran verschwendet wurde zu verstehen, was trans* bedeutet und was die kritik von trans* am binären geschlechtermodell ist.

    cis – ja, cis bewegt sich im binären system, und hat keine probleme damit, wohl eher vorteile.

    am liebsten benutzen derailer*innen argumente der sich emnzipierenden menschen und verdrehen diese zu ihrem eigenen vorteil.

  4. 4 bluespunk 22. November 2014 um 20:41 Uhr

    Hey danke für deinen Kommentar! Wenn das so passiert wie in den TERFigen Artikeln zum Thema die ich gelesen habe, würd ich dir voll und ganz zustimmen.

    Ich versteh auch dein Argument mit dem: Cis ist binär, Trans* ist es nicht. Das hat für mich auch nochmal was klarer gemacht, danke schön.

    Aber manchmal haben ja auch Menschen Probleme mit der Auswahl einer dieser beiden Kategorien sozusagen, passen irgendwie in beide oder keine gleichzeitig…. und sei es weil sie z.b. unentschlossen sind in ihrer Identifizierung. Die aber schon Probleme mit dem binären System haben. Mich zu entscheiden deren Lebensrealität zu leugnen bring ich irgendwie nicht so recht übers Herz. Und zu fremdzudefinieren „dann gehörst du wohl irgendwie ins Trans* Spektrum mit dazu“ … hm. Was würdest du sagen ist damit?

  5. 5 lo visdh 23. November 2014 um 19:08 Uhr

    also, was trans* für mich bedeutet, ist, dass trans* eben keine „kategorie“ ist, sondern das starre prinzip von kategorie, einordnug, festlegung in frage stellt.

    identität ist etwas, das in bewegung ist. ich bin immer im verhältnis zu etwas. z.b. normal, abnormal, gross, mittel, klein, usw. sind nie absolut, sondern hängen von den verhältnissen ab.
    die binäre geschlechterkonstruktion ist etwas starres, das uns nicht gerecht wird und uns einschränkt. und sie kann dazu benutzt werden, uns zu unterdrücken.

    die cis-binary ist: „cis-männlich – cis-weiblich“. diese benennung ist ein werkzeug, das uns klarer sehen lässt, wie gesellschaftliche verhältnisse aufgebaut sind.
    es gibt keine „cis-trans-binary“, das ist eine vermischung von verschiedenen konzepten, wie zum beispiel: „ein gelbes neunzig“ – es ergibt keinen sinn.

    eine emanzipatorische verwendung von trans* heisst für mich, dass ich mich von niemand anderer_m benennen lassen muss, weil das einordnen oft dazu benutzt wird, mich auf etwas zu reduzieren und zu diskriminieren.

    diskriminierung passiert dann, wenn behauptet wird, dass eine definierte gruppe von menschen gleich sei, und eine andere definierte gruppe von menschen anders gleich und damit weniger wert sei. es gibt aber keine in einer kategorie festgelegte gruppe von menschen, die einander gleich sind. versucht mal, so eine gruppe zu finden – ihr werdet es nicht.
    diskriminierung basiert also auf dem konzept von einteilung, ordnung und hierarchisierung.

    ich denke, dass es für die meisten menschen schwierig ist, „sich richtig einzuordnen“, weil niemand genau „passt“. kategorien sind etwas un-menschliches. wir machen immer anpassungshandlungen. wenn wir z.b. in die kategorie „frau“ passen wollen, eliminieren wir un-passende körpereigenschaften und un-passendes handeln. ein deutliches beispiel sind haare, die nicht zu „weiblichkeit“ zu gehören scheinen – auf der oberlippe, am kinn, zwischen den augenbrauen, an den beinen, unter den achseln. und haare, die zu weiblichkeit dazugehören zu scheinen: lange, weiche, helle haare auf dem kopf sind der inbegriff von normativer weiblichkeit.

    um das ganze noch komplizierter zu machen, gibt es noch die „sexuelle orientierung“, die auch immer als etwas feststehendes binäres behauptet wird.
    aber wenn der „ausgangspunkt“ der „orientierung“(hinwendung zu etwas) schon kein fixer punkt ist, was für einen sinn macht denn der begriff orientierung, wenn ich mich als trans* begreife?

    wenn ich nun das einschränkende binäre system ablehne und mich gegen leute wehren will, die mich aber einordnen wollen, damit sie mit mir fertigwerden, mich unterdrücken oder für nicht existent erklären können, bin ich darauf angewiesen, komplex argumentieren zu können.

    es ist eine wirklich schwierige frage, wann es denn ok sei, die selbstdefinition einer person in frage zu stellen.
    ich würde denken, wenn eine person sich trans* (oder etwas anderes) als label aneignet, um vor kritik an ihrem* sexistischen, rassistischen, homo- und trans*phoben, … verhalten geschützt zu sein, wäre das so ein fall. das kann mensch aber nur an ihrem* handeln merken und kritisieren.
    es gibt leute, die sagen, queer kann mensch nicht sein sondern nur handeln.

  6. 6 J 28. November 2014 um 18:55 Uhr

    Hi, wenn du englisch liest und es noch nicht kennst, könntest du vielleicht in hier etwas finden: http://freethoughtblogs.com/zinniajones/2014/11/the-gender-axis-of-evil-gender-analysis-02/#more-2672

    Mir zumindest hat bei der Frage „Wie kann sichtbar gemacht werden, dass es dazwischen keine bruchfreien Übergänge gibt?“ geholfen, weil ich es jetzt besser verstehe. Aber vielleicht meintest du etwas anderes mit Sichtbarmachung, dann wird der Artikel nicht so hilfreich sein.

    Alles Gute und liebe Grüße, J

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