my body is not the enemy

es hat sich was verändert, fast ohne dass ich es merkte. mein körper ist nicht mehr so sehr mein feind.
auch wenn er nicht funktioniert. auch wenn etwas weh tut. auch in momenten, in denen ich fast nicht aus dem haus gehen mag, weil ich nicht mit brüsten herumlaufen will. auch nicht beim sport, wenn ich mal wieder mein bein nach rechts schwenke und alle anderen ihrs nach links.

ich fühle mich plötzlich irgendwie angekommen, obwohl ich mit der körperlichen transition grade erst begonnen habe und die erwünschten änderungen noch nicht mal ansatzweise eingetreten sind. es bewegt sich mein leben und solange ist mein körper halt sperrig und hat wölbungen an den falschen stellen keinen bart und meine stimme verrät mich, wannimmer ich den mund aufmache. es kann niemand etwas dafür, am wenigsten mein körper selbst, der einfach tut, was körper eben so tun. existieren.

angekommen und neugierig warte ich auf veränderungen, die mir fast so natürlich vorkommen, wie dass es grade frühling wird: bartwuchs, stimmbruch, diesdas. es geht vielleicht langsam, aber ich hab zeit. die grünen blätter an den bäumen wachsen auch nicht über nacht.

und feiere diesen bemerkenswert wenigen hass, wenn ich in den spiegel gucke und mal wieder denke, dass da was falsch ist.
und mache ein bisschen frieden mit den sperrigkeiten, die bleiben oder vielleicht noch dazu kommen werden.


1 Antwort auf „my body is not the enemy“


  1. 1 Lina 21. März 2016 um 9:49 Uhr

    Das hätte ich vor ein paar Jahren auch schreiben können, genau so.
    Mach‘ was draus!

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